Aktie von NIO unter Druck: Auslieferungsrekord hilft der Aktie nicht weiter
Der chinesische Elektroautobauer NIO liefert so viele Fahrzeuge aus wie nie, doch an der Börse wirkt dieser Rekord kaum noch als Stütze. Während Anleger auf die Quartalszahlen am 25. November warten, wächst der Druck auf den Tesla Konkurrenten spürbar. Die Aktie hat in den vergangenen fünf Handelstagen über 13 Prozent verloren und liegt auf Monatssicht mehr als 21 Prozent im Minus. Beobachter sprechen bereits von der längsten Verlustserie seit fast zwei Jahren. Was steckt dahinter? Zwar meldete NIO im September 34.749 ausgelieferte Fahrzeuge und für das dritte Quartal insgesamt 87.071, ein Plus von 64 beziehungsweise 41 Prozent im Jahresvergleich. Auch strategisch wird nachgeschärft. Neue günstige Marken, ein Ausbau der globalen Präsenz und Einsparungen bei Forschung und Entwicklung sollen Umsatz und Rentabilität verbessern. Trotzdem bleibt die zentrale Frage offen: Wie nah ist NIO wirklich an der Gewinnschwelle? Das Unternehmen hat zwar angekündigt, im Schlussquartal 2025 erstmals einen Quartalsgewinn zu erzielen – allerdings auf Basis nicht GAAP konformer Kennzahlen, ohne genaue Definition. Hier erwarten Analysten Klarheit. Für das dritte Quartal prognostizieren sie im Schnitt einen Umsatz von 22,149 Milliarden CNY und ein Ergebnis je Aktie von minus 1,606 CNY. Für das vierte Quartal soll der Umsatz auf über 34 Milliarden CNY steigen, während der Verlust auf minus 0,496 CNY schrumpfen könnte. Die Richtung stimmt. Doch die Börse will Beweise sehen. Kann NIO am 25. November zeigen, dass der Weg zur Profitabilität tatsächlich in Reichweite ist? Anleger sollten sich auf einen hochspannenden Zahlenmoment einstellen, denn der Spielraum für Enttäuschungen ist inzwischen denkbar klein.
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