Klimaziel: Industrie fordert spätere Einsparungen
Führende Vertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaften und der CDU fordern in einem Zeitungsbericht, das Klimaziel Deutschlands von 2045 auf 2050 zu verschieben. Der CEO von RWE, Markus Krebber, argumentiert, dass der aktuelle Kurs die Industrie teuer mache und letztlich dem Klima nicht nütze. Die in Deutschland eingesparten CO₂-Emissionen könnten andernorts wieder freigesetzt werden, was die Wirksamkeit der Maßnahmen aufhebt. Die Forderungen zielen auch auf eine Reform des europäischen Emissionshandels ab, die eine langfristige Planung für die Industrie ermöglichen soll. Damit verbunden ist der Wunsch, die jährliche Verringerung der CO₂-Zertifikate zu strecken, um Unternehmen mehr Planungssicherheit zu geben. Experten warnen davor, dass strikte Auflagen ohne ausreichende Übergangszeit Investitionen hemmen könnten. Während die Koalitionsparteien an dem ursprünglichen Ziel festhielten, zeigt die Diskussion eine zunehmende Besorgnis über die Komplexität der Klimapolitik in Deutschland und auf europäischer Ebene.