CDU plant Sonntagsöffnung in MV-Innenstädten
Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern hat ein 100-Tage-Sofortprogramm vorgestellt, das unter anderem die Sonntagsöffnung von Geschäften in Innenstädten vorsieht. Lars Schwarz, zuständig für Wirtschaftsthemen, betont, dass diese Maßnahme dazu beitragen soll, die Innenstädte lebendiger zu gestalten und den Wettbewerb mit dem Onlinehandel zu verbessern. Die Partei sieht dies als Schritt, um die Rahmenbedingungen für die lokale Wirtschaft zu stärken.
Dies könnte jedoch auf Widerstand der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi stoßen, die vor Kurzem gegen die Ausweitung der Sonntagsöffnung in Bäderregelungen geklagt hat. Zudem plant die CDU, die Baupläne für großflächige Einkaufsmärkte außerhalb von Stadtzentren stark einzuschränken und die landesrechtlichen Vorschriften für die Landwirtschaft zu liberalisieren. Es sind auch Fördermaßnahmen für den Mittelstand sowie ein Start-up-Fonds in Höhe von zehn Millionen Euro vorgesehen, um innovative Unternehmen in der Startphase zu unterstützen.
Die CDU möchte damit nicht nur der gewachsenen Nachfrage an Fachkräften begegnen, sondern auch die Attraktivität Mecklenburg-Vorpommerns als Standort für Unternehmen erhöhen. In der jüngsten Wahlumfrage steht die CDU jedoch nur bei neun Prozent, was die Herausforderung verdeutlicht, der sie bei den kommenden Wahlen am 20. September gegenübersteht.