Hitzewellen: Westeuropa erlebt Rekordtemperaturen
In den Monaten Juni und Juli 2026 erlebte Westeuropa historische Temperaturen, die die Durchschnittswerte seit Beginn der Aufzeichnungen übertrafen. Die Durchschnittstemperatur betrug 21,62 Grad, was im Vergleich zum langjährigen Referenzwert von 1991 bis 2020 einen Anstieg von 2,79 Grad darstellt. Während sich die Hitze über Westeuropa staut, gibt es signifikante geografische Unterschiede: der Südwesten Deutschlands war wärmer als der Nordosten. Global gesehen war der Juli 2026 der zweitwärmste Juli, mit einer globalen Mitteltemperatur von 16,90 Grad, die 1,47 Grad über dem vorindustriellen Niveau lag.
Zusätzlich zu den hohen Temperaturen wurde Westeuropa von anhaltender Trockenheit und Hitzewellen geplagt. Besonders die iberische Halbinsel, Frankreich, Teile Deutschlands und Großbritanniens litten unter extremen Bedingungen und Waldbränden, die auf die hohen Temperaturen und anhaltende Hochdrucksysteme zurückzuführen sind. Die Trockenheit hatte schwerwiegende Auswirkungen auf die Wasserstände der Flüsse, wobei bedeutende Flüsse wie der Rhein und die Seine außergewöhnlich niedrige Wasserstände aufwiesen. Diese Situation könnte bald zu einer Einschränkung der Schifffahrt führen. Experten warnen, dass der Klimawandel die Häufigkeit und Intensität solcher Wetterextreme weiter erhöhen wird.