Becker fordert Regeländerung wegen Zverevs Aufschlag-Marotte
Boris Becker hat vor Kurzem eine Regeländerung im Tennis gefordert, um die lange Wartezeit von Alexander Zverev beim zweiten Aufschlag zu regulieren. Beim US-Open-Turnier in New York ließ sich Zverev häufig Zeit, indem er den Ball immer wieder auf den Boden tippen ließ, was sowohl Becker als auch andere Experten als störend empfanden. Becker erklärte, dass es bei Aufschlägen immer eine 25-sekündige Regel für den ersten Aufschlag gibt, aber beim zweiten Aufschlag besteht derzeit keine Zeitbegrenzung, was in der aktuellen Spielpraxis zu Problemen führen kann.
Die Diskussion um Zverevs Zeitmanagement wurde besonders von seinem Halbfinalgegner Karen Chatschanow und dem US-Amerikaner Ben Shelton aufgegriffen, die ebenfalls für eine neue Regel plädierten. Trotz dieser Kritik muss die sportliche Leistung Zverevs gewürdigt werden; er hat kürzlich seinen ersten Grand-Slam-Titel gewonnen und belegt in der Jahresrangliste aktuell einen Spitzenplatz. Becker sieht große Chancen für Zverev auf eine noch bessere Platzierung in der Weltrangliste und spricht ihm eine historische Leistung zu, nachdem er als erster männlicher deutscher Spieler das Turnier in New York gewonnen hat.