US-Notenbank erhöht Leitzins erstmals seit 2023
Die US-Zentralbank, auch Federal Reserve genannt, hat den Leitzins erstmals seit Mitte 2023 angehoben, um der hartnäckigen Inflation entgegenzuwirken. Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde um 0,25 Prozent erhöht und liegt nun zwischen 3,75 und 4,00 Prozent. Experten hatten mit diesem Schritt gerechnet, da die Inflation, beeinflusst durch hohe Energiekosten im Zuge des Iran-Kriegs, weiterhin über dem von der Fed angestrebten Zielwert liegt. Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei der PCE-Index, der die Teuerungsrate ermittelt.
Nach der Zinsankündigung zeigten sich die Märkte zunächst stabil, jedoch sorgten Aussagen des Notenbankchefs Kevin Warsh für Rückgänge an der Wall Street. Die Fed plant möglicherweise weitere Erhöhungen bis Ende 2026, um die Inflationsrate in den Griff zu bekommen. Dies könnte zu Konflikten mit der US-Regierung führen, die eine andere Linie in der Geldpolitik bevorzugt, was die Spannungen zwischen der Fed und dem Weißen Haus verdeutlicht.
Der anhaltende Druck durch die Inflation und die geopolitischen Risiken verlangen von der Notenbank eine klare und entschlossene Reaktion, während auch die Finanzmärkte skeptisch bleiben.