Hape Kerkeling spricht im Thüringer Landtag über AfD-Verbotsverfahren
Hape Kerkeling, der Entertainer und Enkel eines KZ-Überlebenden, wurde zu einer Anhörung im Thüringer Landtag eingeladen, um über ein mögliches Verbotsverfahren gegen die AfD zu sprechen. Die Anhörung, angestoßen von der Thüringer Linksfraktion, zielt darauf ab zu klären, ob die verfassungsfeindlichen Äußerungen der AfD die gesamte Partei prägen. Kerkeling hatte im April eine bewegende Rede zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald gehalten, in der er das Schicksal seines Großvaters thematisierte. Die Debatte über ein mögliches Verbotsverfahren gegen die AfD hat an Fahrt gewonnen. Linke, Grüne und SPD fordern schon länger ein solches Verfahren, doch die Hürden gelten als hoch. Ein Antrag kann nur von speziellen Institutionen wie dem Bundestag oder der Bundesregierung gestellt werden. Neben Kerkeling werden weitere Zeugen eingeladen, darunter Verfassungsrechtler, Journalisten sowie Vertreter der Gesellschaft für Freiheitsrechte und des Zentralrats der Juden, um verschiedene Perspektiven in die Anhörung einzubringen.