Volkswagen verzeichnet Milliardenverlust im dritten Quartal
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Volkswagen verzeichnet Milliardenverlust im dritten Quartal

Volkswagen verzeichnet Milliardenverlust im dritten Quartal
Volkswagen meldet für das dritte Quartal einen dramatischen Rückgang des Umsatzes und einen tiefen Verlust von 5,8 Milliarden Euro. Schwache Geschäfte und hohe Abschreibungen belasten die Bilanz des Automobilkonzerns erheblich.

Volkswagen ist im dritten Quartal 2023 stark in die roten Zahlen gerutscht, mit einem Verlust von 5,8 Milliarden Euro. Dieser Rückgang folgt bereits einer Gewinnwarnung im September und ist durch mehrere Faktoren bedingt. Der Umsatz von 75,3 Milliarden Euro stellt einen Rückgang um 6,3 Prozent dar, während der Absatz von 2,2 Millionen Fahrzeugen auf 1,89 Millionen gesunken ist. Besonders belastend wirkten eine hohe Abschreibung auf die Tochtergesellschaft Porsche sowie schwache Verkaufszahlen in China.

Die Porsche-Abschreibung beläuft sich auf rund 6,4 Milliarden Euro und verdeutlicht eine negative Anpassung der Erwartungen an die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. Der gesunkene Absatz in wichtigen Märkten, insbesondere in China, wo die Verkäufe um 38,5 Prozent zurückgingen, und der zunehmende Preisdruck auf internationalen Märkten tragen ebenfalls zur kritischen Lage bei. Die Tesla-Konkurrenz und die Transformation hin zu Elektroautos fordern Volkswagen zusätzlich heraus.

Trotz einer stabilisierten Wolfsburger Produktion in den ersten neun Monaten des Jahres liegt der operative Gewinn bei nur 100 Millionen Euro, ein dramatischer Rückgang im Vergleich zu 5,4 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. VW-Finanzchef Arno Antlitz kritisierte die unausgewogene Situation und betonte die Dringlichkeit schnelles Handeln zu erzielen, während Gespräche über mögliche Arbeitsplatzverluste von bis zu 50.000 Stellen für das Unternehmen anstehen. Dies brachte die Notwendigkeit von Anpassungen der Produktionskapazitäten erneut ins Gespräch.