Bundeswehr sendet 300.000 Fragebögen zum Wehrdienst
Gut fünf Monate nach Einführung des neuen Wehrdienstes hat die Bundeswehr rund 298.200 Fragebögen an bald 18-Jährige verschickt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Truppe auf mindestens 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten zu erweitern, um der Sicherheitslage in Europa gerecht zu werden. Bisher wurden etwa 38.500 Bewerbungen und 11.000 Einstellungen registriert, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Das Verteidigungsministerium berichtet, dass insbesondere junge Männer auf den Fragebogen reagierten, wobei mehr als 20 Prozent ein Interesse an einem Dienst in der Bundeswehr signalisierten.
Die gesetzlichen Änderungen, die im Januar in Kraft traten, sorgten dafür, dass die Wehrpflicht für Männer nach wie vor besteht, während Frauen die Wahl haben, daran teilzunehmen. Damit reagiert Deutschland auf die veränderte sicherheitspolitische Lage, insbesondere im Hinblick auf die Bedrohungen durch Russland. Der Dienstverpflichtung wird durch eine Erhöhung des Soldes und die Einführung neuer Dienstzeitmodelle zusätzliche Attraktivität verliehen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben bereits über 530 junge Menschen eine verbindliche Zusage für den Wehrdienst gegeben.