Deutschland schiebt erstmals Nicht-Straftäter nach Afghanistan ab
Zum ersten Mal wurde in Deutschland ein Mann nach Afghanistan abgeschoben, der nicht verurteilt worden war. Dies erfolgt im Rahmen einer umstrittenen Politik unter der Ampelregierung, in der Absprachen mit den Taliban als notwendig erachtet werden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärt, es liege in der Verantwortung Afghanistans, solche Personen aufzunehmen. Insgesamt wurden seit dem Regierungswechsel 204 Männer aus Deutschland abgeschoben, darunter auch viele, die schwere Straftaten begangen haben. Die Kritik an dieser Politik ist jedoch laut. Die Grünen und Die Linke betonen die unmenschlichen Bedingungen in Afghanistan und warnen vor dem "dreckigen Deal" mit den Taliban, die als Terrorregime betrachtet werden. Dobrindt verteidigt die Abschiebepolitik und hebt hervor, dass die Sicherheit Deutschlands über die Schutzinteressen der Betroffenen gestellt wird. Das Thema bleibt angespannt, da die Bundesregierung weiterhin nicht gewillt ist, die Taliban als legitime Regierung anzuerkennen.