Deutsche Industrie verlagert Produktion nach Ungarn
Die deutsche Industrie steht unter Druck durch steigende Produktionskosten und gesunkene Nachfrage. Immer mehr Unternehmen verlagern ihre Produktionsstätten nach Ungarn, wo die Kosten deutlich niedriger sind. Geschäftsführer Gernot-Alois Feiel von KACO berichtet, dass er bereits vier Maschinen-Anlagen nach Ungarn verlegt hat, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine Unternehmensbefragung zeigt, dass fast 60 Prozent der Geschäftsführer einen Stellenabbau in Deutschland erwarten, während Osteuropa, besonders Ungarn, als zunehmend attraktiver gilt.
Konzernriesen wie BMW, Audi und Mercedes-Benz haben Milliarden in ungarische Werke investiert, um Produktionskosten zu senken. Die Arbeitskosten liegen in Ungarn bei 15,60 Euro pro Stunde, während sie in Deutschland mehr als dreimal so hoch sind. Auch der niedrige Krankenstand trägt zu den Einsparungen bei. Geschäftsführer Feiel steht der Verlagerung mit gemischten Gefühlen gegenüber, da Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen.
Trotz der Herausforderungen sieht die Branche Chancen in der Forschung und Entwicklung. Experten betonen, dass die Innovationskraft Deutschlands entscheidend für die Zukunft ist. Unternehmen wie KACO möchten ihre Entwicklungsabteilung in Deutschland behalten, um weiterhin kreativ sein zu können.