Handel fordert gemeinsam längere Sonntagsöffnungszeiten
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Handel fordert gemeinsam längere Sonntagsöffnungszeiten

Handel fordert gemeinsam längere Sonntagsöffnungszeiten
Der Einzelhandel verlangt nach einer Ausweitung der Sonntagsöffnungszeiten. Bäckereien und Bibliotheken dürfen künftig länger öffnen, Handelsverbände fordern nun, diese Regelung auf alle Geschäfte auszudehnen. Eine Debatte über die Attraktivität von Innenstädten steht bevor.

Mit Blick auf die geplante Anhebung der Sonntagsöffnungszeiten für Bäckereien und Bibliotheken fordert der Einzelhandel eine umfassende Freigabe der Ladenöffnungszeiten an Sonntagen. Die Handelsverbände argumentieren, dass die Sonntagsöffnungen nicht nur die Attraktivität der Innenstädte steigern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit im Zeitalter des Online-Handels stärken können. Der Hauptgeschäftsführer des HDE, Stefan Genth, betonte, dass ‘Einkaufen auch ein Freizeiterlebnis’ sei und eine attraktive Innenstadt nötig sei, um die Kunden zu gewinnen.

Eine Analyse zeigt zudem, dass dem deutschen Einzelhandel jährlich 2,5 Milliarden Euro Umsatz durch den Online-Handel entgehen. Nils Busch-Petersen vom Handelsverband Berlin-Brandenburg erinnert daran, dass die alten Gesetze nicht mehr zeitgemäß sind und es an der Zeit sei, den Sonntag in die Entscheidungskompetenz von Händlern und Kunden zu übergeben. Die Ankündigung der Bundesregierung sieht konkret vor, dass ab dem 1. Januar 2027 Bäckereien bis zu acht Stunden und Bibliotheken bis zu sechs Stunden am Sonntag geöffnet sein dürfen. Diese Regelung könnte jedoch nur der erste Schritt zu einer umfassenderen Reform sein.