Infineon eröffnet neues Halbleiterwerk in Dresden
Infineon hat in Dresden ein neues Halbleiterwerk eröffnet, das mit einer Investition von rund fünf Milliarden Euro die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte darstellt. Dieses neue Werk, die "Smart Power Fab", wird die Kapazität am Standort verdoppeln und etwa 1000 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Fabrik ist besonders wichtig für die Herstellung von Leistungshalbleitern, die für verschiedene Schlüsseltechnologien benötigt werden, darunter Elektroautos und erneuerbare Energien. Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon, betonte, dass die Investition als Impuls für Deutschland und Europa dient und dass jährlich 30 bis 40 Prozent des Unternehmensumsatzes in Forschung und Entwicklung sowie in die Produktionsstätten fließen. Die Eröffnung kommt in einer Zeit, in der Europa versucht, seinen Anteil an der globalen Halbleiterproduktion von unter zehn Prozent auf 20 Prozent zu erhöhen. Sachsen hat sich als bedeutender Standort für die Chipindustrie etabliert, zumal auch TSMC dort eine Fabrik errichtet. Die neue Infineon-Fabrik wird zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben und verwendet Industriewasser, was ihren ökologischen Fußabdruck minimiert. Die Eröffnung des Werks wird als starkes Signal für einen modernen und wettbewerbsfähigen Industriestandort Deutschland angesehen. Die politische Führung in Sachsen fordert dennoch mehr Tempo beim Ausbau der Halbleiterproduktion, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.