DocMorris wächst mit E-Rezept, Verluste belasten weiter
DocMorris steigert Umsatz, Verlust bleibt hoch
Die Versandapotheke DocMorris hat im ersten Halbjahr 2025 den Umsatz gesteigert, bleibt jedoch tief in den roten Zahlen. Insgesamt kletterten die Erlöse um 7,9 Prozent auf 572,1 Millionen Franken, in Deutschland sogar um 8,2 Prozent auf 538,6 Millionen Franken. Das kleinere Auslandsgeschäft legte leicht zu. Besonders das Geschäft mit dem E-Rezept trieb die Entwicklung voran. Hier wuchs der Umsatz um 40,5 Prozent auf knapp 110 Millionen Franken. Analysten hatten allerdings ein noch stärkeres Plus erwartet.
Trotz des Wachstums stieg der Verlust. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag bei minus 28,8 Millionen Franken, nach minus 20,1 Millionen im Vorjahr. Unter dem Strich vergrößerte sich der Fehlbetrag auf 61,6 Millionen Franken. Gründe dafür sind vor allem hohe Marketingkosten, unter anderem für eine TV-Kampagne.
DocMorris erwartet im weiteren Jahresverlauf Rückenwind durch höhere Warenkörbe, Wiederbestellungen und das Urteil des Bundesgerichtshofes, das Rezept-Boni erlaubt. Für 2025 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzplus von über zehn Prozent. Mittelfristig will DocMorris jährlich um rund 20 Prozent wachsen und eine Ebitda-Marge von acht Prozent erreichen.
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