DIW erhöht Wachstumsprognose für deutsche Wirtschaft
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DIW erhöht Wachstumsprognose für deutsche Wirtschaft

DIW erhöht Wachstumsprognose für deutsche Wirtschaft
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hebt die Wachstumsprognose für 2026 auf 1,2 Prozent an. Unerwartet starker Außenhandel und staatliche Investitionen treiben die Konjunktur an, während Risiken bestehen bleiben.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland deutlich angehoben. Für 2026 wird nun ein Wachstums von 1,2 Prozent statt zuvor 0,5 Prozent erwartet. Hauptgrund für diese Anpassung ist der überraschend starke Außenhandel im Frühsommer sowie ein milderer Energiepreisschock infolge des Irankriegs. Darüber hinaus tragen staatliche Investitionen, insbesondere in Klimaschutz und Infrastruktur, zur Stabilität der Wirtschaft bei.

Dennoch gibt das DIW zu bedenken, dass es auch Belastungen gibt. Hohe Gaspreise, strukturelle Probleme in der Industrie und eine schwache private Nachfrage könnten das Wachstum bremsen. Für 2027 wird ein Zuwachs von 1 Prozent und für 2028 von 0,7 Prozent prognostiziert. DIW-Präsident Marcel Fratzscher betont, dass die aktuelle Dynamik der Wirtschaft vor allem der öffentlichen Hand zuzuschreiben sei. Rund 70 Prozent des Wirtschaftswachstums resultieren aus öffentlichen Konsum- und Investitionsausgaben. Obwohl die Perspektiven allgemein besser aussehen, warnen Experten vor möglichen Risiken aus geopolitischen Spannungen sowie neuen Handelskonflikten, die die positive Entwicklung gefährden könnten.