Wachsende Gewalt: Berlins neue Schusswaffenkriminalität
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Wachsende Gewalt: Berlins neue Schusswaffenkriminalität

Wachsende Gewalt: Berlins neue Schusswaffenkriminalität
In Berlin nimmt die Gewalt mit Schusswaffen rasant zu. Neue Kriminelle Gruppen, wie die Daltons, nutzen Erpressung zur Machtdemonstration. Ein Gerichtsfall zeigt die erschreckenden Methoden dieser Organisation.

Die Gewalt mit Schusswaffen in Berlin hat dramatisch zugenommen. Berichten zufolge sind kriminelle Gruppen, die sich nach Comic-Charakteren benennen, für die Erhöhung der Schusswaffengewalt verantwortlich. Insbesondere die "Daltons" haben sich auf die Erpressung von Gewerbetreibenden spezialisiert. Die Täter, meist junge Männer aus der türkischsprachigen Community, zeigen mit gezielten Schüssen auf Geschäfte, dass sie mit Waffen agieren und setzen so eine Drohkulisse für die Geschäftsinhaber in der kurdisch-türkischen Community.

Der Fall eines 20-jährigen Angeklagten, der vor dem Amtsgericht Tiergarten steht, illustriert diese Problematik eindrücklich. Auf seinem Handy fand die Polizei belastendes Material, das ihn mit mehreren Gewalttaten in Verbindung bringt. Die Erpressung funktioniert häufig über brutal demonstrierte Gewalt, ohne dabei die Zielpersonen zu verletzen. Die Polizei dokumentiert einen alarmierenden Anstieg der Vorfälle, mit über 1.100 registrierten Fällen im Jahr 2025, was einen Anstieg um 68% im Vergleich zum Jahr 2024 darstellt.

Zudem haben Ermittler festgestellt, dass gefälschte Waffen, die schwer von echten zu unterscheiden sind, immer häufiger in Berlin auftauchen, was die Problematik weiter verschärft. Razzien und Kontrollen durch die Polizei zielen darauf ab, die Waffenhändler zu stoppen und die Hemmschwelle für Gewalt zu erhöhen. Doch die Einschüchterungsversuche der Akteure dieser neuen Kriminellen Netzwerke machen es der Polizei schwer, belastbare Beweise zu sammeln und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.