Bombenentschärfung in Potsdam: Tausende evakuiert
Berlin Nachrichten aus Berlin

Bombenentschärfung in Potsdam: Tausende evakuiert

Bombenentschärfung in Potsdam: Tausende evakuiert

In Potsdam wurde auf einer Baustelle eine 250 kg schwere Weltkriegsbombe aus den Zeiten des Zweiten Weltkriegs entdeckt. Die Bombe, ein Blindgänger amerikanischer Bauart, wird am kommenden Dienstag (16. Juni) entschärft. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die umliegenden Wohngebiete, da tau-sende Anwohner evakuiert werden müssen. Die Stadtverwaltung schätzt, dass rund 6500 Menschen innerhalb eines 700 Meter-Radius um den Fundort ihre Wohnungen verlassen müssen. Dies betrifft zahlreiche Einrichtungen, darunter Pflegeheime, die Comenius-Schule und mehrere Museen. Zudem werden der Hauptbahnhof und andere öffentliche Einrichtungen wie Ministerien und Banken in der Sperrzone vorübergehend geschlossen.

Um den Evakuierungsanordnungen nachzukommen, wird den Betroffenen die Sporthalle am Humboldtring als temporäre Unterkunft zur Verfügung gestellt. Da vor Ort keine Verpflegung bereitgestellt wird, wird empfohlen, eigene Lebensmittel mitzubringen. Straßenbahn- und Buslinien, die den Bereich bedie-nen, werden ebenfalls eingestellt oder umgeleitet. Autofahrer sollten den Sperrbereich weiträumig umfahren, um die Arbeiten der Sicherheitskräfte nicht zu behindern. Es sind mehr als 300 Helferinnen und Helfer im Einsatz, um die Evakuierung und Entschärfung zu unterstützen. Potsdams Oberbürgermeisterin erinnert die Anwohner daran, die Hinweise der Einsatzkräfte zu befolgen, um die Sicherheit aller Betroffenen zu gewährleisten.

Seit 1990 wurden in Potsdam über 200 Weltkriegsbomben entdeckt, was die Stadt zu einem gefährdeten Gebiet hinsichtlich Altmunition macht. Die Aufräumaktionen haben in der Vergangenheit immer wieder für Aufsehen gesorgt. Sicherheitskräfte werden die Entschärfung vornehmen, und die Bevölkerung wurde bereits vorwarnend zu den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen informiert.