Linke Führungsposition vor Berlin-Wahl: SPD fällt zurück
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Linke Führungsposition vor Berlin-Wahl: SPD fällt zurück

Linke Führungsposition vor Berlin-Wahl: SPD fällt zurück
Eine aktuelle Umfrage zeigt der Linken in Berlin klare Führungszeichen vor der Abgeordnetenhauswahl. Die SPD muss erhebliche Verluste hinnehmen, während die Koalition von CDU und SPD vor dem Ende steht.

Drei Monate vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin zeichnet sich eine klare Wende ab: Laut einer Umfrage des Senders RBB könnte die Linke auf 20 Prozent der Stimmen kommen und sich somit an die Spitze setzen. Die Grünen folgen knapp dahinter mit 19 Prozent, während die AfD mit 18 Prozent ebenfalls stark abschneidet. Die regierende CDU und die SPD können nicht mehr mithalten – die CDU käme nur auf 17 Prozent, die SPD auf 13 Prozent. Diese Entwicklung lässt die Linke als potenzielle Regierungsführerin erscheinen, was eine Koalition aus Linker, Grünen und SPD wahrscheinlich macht.

Die bisherigen Koalitionspartner CDU und SPD allgemein verlieren an Vertrauen, was sich in den Unzufriedenheitswerten der Bevölkerung widerspiegelt: 78 Prozent der Befragten äußern Unzufriedenheit mit der Arbeit des Senats unter Regierenden Bürgermeister Kai Wegner. Besonders die Themen Wohnen und Mobilität stehen für die Bürger ganz oben auf der Agenda – 30 Prozent der Befragten nennen das Wohnen als das drängendste Problem, gefolgt von Mobilität und Verkehr. Im Gegensatz zu den hohen Bekanntheitswerten von Wegner kennt nur ein geringer Teil der Wähler Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken. Die Umfrage wurde zwischen dem 25. und 29. Juni unter 1162 Personen durchgeführt und zeigt die fragiler werdende Situation der beiden großen Parteien in der Hauptstadt, die seit knapp drei Jahren regieren.