Schülerproteste in Berlin: Blockade des Gymnasiums
In Berlin-Friedrichshain blockierten am Freitag rund 50 Schüler die Eingänge eines Gymnasiums. Diese Protestaktion zielte gegen eine mögliche Wehrpflicht und forderte mehr Gelder für den Bildungssektor. Die Schulleitung informierte frühzeitig die Eltern und sorgte dafür, dass die Schüler von Lehrkräften betreut wurden. Während eines Demonstrationszugs blieben die Proteste friedlich, wenngleich es am Rande zu Rangeleien mit der Polizei kam. Zwei Personen wurden vorübergehend festgenommen, darunter eine verletzte Anwohnerin. Die Polizei ermittelt in mehreren Fällen, einschließlich Verdacht auf Landfriedensbruch und Körperverletzung.
Die Aktion erinnert an ähnliche Proteste in Frankreich, wo Schüler und Studierende für bessere Lernbedingungen und mehr Lehrkräfte auf die Straße gehen. Der Berliner GdP-Landeschef äußerte Bedenken, dass radikale Kräfte die Proteste in Deutschland nutzen könnten. Berlins Bürgermeister Kai Wegner warnte vor den Konsequenzen solch blockierender Aktionen für den Schulbetrieb. Bildungssenatorin Günther-Wünsch stellte klar, dass jede Instrumentalisierung der Schülerforderungen durch externe Personen nicht toleriert werden darf.