Deutsche Autobauer verlieren Tempo beim autonomen Fahren
Eine neue CAM-Studie zeigt: Der deutsche Vorsprung beim autonomen Fahren schmilzt schneller als erwartet. Zwar bleibt Mercedes mit seinem Level-3-Staupiloten in der S-Klasse derzeit Innovationsführer, doch die Dynamik verschiebt sich deutlich Richtung China. Marken wie BYD, Nio und Xpeng dominieren bereits die weit größeren Level-2- und 2+-Assistenzsysteme – dort, wo heute der Massenmarkt stattfindet. CAM-Experte Stefan Bratzel warnt, dass chinesische Hersteller die deutsche Innovationskraft bis 2028 überholen könnten. Der bisherige Erfolg der deutschen Hersteller basiere auf einem Nischenmarkt, während China die breite Technologieführerschaft entwickelt. Die Studie zeigt zudem: 2024 entfielen 70 Prozent der weltweiten Innovationsstärke auf chinesische Unternehmen, Deutschland kam auf 14 Prozent, die USA auf 12. Noch 2016 hatten deutsche Marken 60 Prozent auf sich vereint. Während BMW ab 2026 mit der Neuen Klasse aufholt, bleibt die zentrale Frage, wie schnell deutsche Hersteller den Rückstand bei den volumenstarken Assistenzsystemen schließen können. Die Stimmung sei schlechter als die Lage, so Bratzel – doch der Druck aus China wächst spürbar.
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