Novartis stellt Wachstum in Aussicht und enttäuscht dennoch Anleger
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20.11.2025

Novartis stellt Wachstum in Aussicht und enttäuscht dennoch Anleger

Novartis hat auf seinem Kapitalmarkttag ehrgeizige Wachstumsziele vorgelegt, doch die Reaktion an der Börse fiel verhalten aus. Die Aktie drehte nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und notierte an der SIX zeitweise bei 102,04 Franken. Offenbar hatten Investoren auf klarere Impulse gehofft, trotz eines grundsätzlich positiven Ausblicks. Der Pharmakonzern peilt im Zeitraum 2025 bis 2030 ein jährliches Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent an, gemessen zu konstanten Wechselkursen. Konzernchef Vas Narasimhan sieht Novartis dafür gut aufgestellt. Er verweist auf gezielte Zukäufe, starke Forschungsausgaben und eine Pipeline, die Wachstum weit über die nächste Dekade hinaus sichern soll. Bereits jetzt bestätigt Novartis seine Ziele bis 2029 mit sechs Prozent Umsatzplus pro Jahr. Ein Ziel, das erst im Oktober nach der Avidity Übernahme nach oben angepasst wurde. Besonders optimistisch zeigt sich der Konzern bei acht Medikamenten, denen er Spitzenumsätze von drei bis zehn Milliarden Dollar zutraut. Darunter befinden sich wichtige Krebspräparate wie Kisqali und Scemblix. Zudem arbeitet Novartis an mehr als 30 weiteren Wirkstoffen mit hohem Potenzial, während über 15 relevante Studienergebnisse bis 2027 erwartet werden. Viele Produkte werden zudem lange patentgeschützt bleiben, was die Erträge stabilisieren dürfte. Trotz dieser starken Pipeline bleibt die Aktie unter Druck. Liegt das an der kurzfristig leicht sinkenden Gewinnmarge nach der Integration von Avidity. Oder unterschätzt der Markt das langfristige Potenzial einer der stärksten Pipelines der Branche.

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