TotalEnergies kauft große Beteiligung bei EPH – Energieportfolio wird neu geordnet
Der französische Energiekonzern TotalEnergies kündigte am heutigen Montag an, eine Beteiligung von 50 % an der flexiblen Stromerzeugungsplattform der tschechischen EPH im Wert von ca. 5,1 Milliarden Euro zu übernehmen. Das Joint Venture umfasst Gaskraftwerke, Biomasseanlagen und Batteriesysteme in Italien, Großbritannien, Irland, den Niederlanden und Frankreich. Der Deal ist vollständig in Aktien abgewickelt, wodurch der EPH-Eigentümer Daniel Kretinský nach Abschluss einen Anteil von etwa 4,1 % an TotalEnergies hält. TotalEnergies erwartet, dass dieser Schritt den freien Cashflow je Aktie sofort positiv beeinflusst und den Beitrag des Segments „Integrated Power“ bereits 2027, also ein Jahr früher als bisher geplant, positiv wird. Der Abschluss ist für Mitte 2026 vorgesehen, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen. Die Akquisition markiert einen strategischen Schritt von TotalEnergies hin zu einem integrierten Stromanbieter, der sowohl erneuerbare als auch flexible konventionelle Kapazitäten kombiniert. Für Energie- und Versorgerinvestoren ist dies ein Signal, dass Großkonzerne in Europa verstärkt auf Diversifikation und Elektrifizierungsprojekte setzen. Bewertungen im Sektor dürften künftig stärker die Fähigkeit zur Strom- und Speicherintegration als reine Öl- und Gasförderung reflektieren. Kurzfristig dürfte die Aktie im Fokus bleiben, mittelfristig entscheidet das Projekt- und Genehmigungsmanagement.
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