US Arbeitsmarkt überrascht und belastet den Goldpreis
Der Goldpreis geriet zum Wochenschluss unter Druck, nachdem überraschend starke US Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung deutlich gedämpft haben. Mit einem Minus von rund 1,3 Prozent steuert das Edelmetall auf einen leichten Wochenverlust zu. Ausschlaggebend war der verspätet veröffentlichte Arbeitsmarktbericht für September, der mit 119.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft mehr als doppelt so stark ausfiel wie erwartet. Diese Entwicklung hat die Hoffnung auf eine Zinssenkung der US Notenbank am 10. Dezember spürbar abkühlen lassen. Laut FedWatch Tool der CME Group liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Schritt um 25 Basispunkte nur noch bei 35,4 Prozent. Vor der letzten Pressekonferenz von Fed Chef Jerome Powell lag sie noch deutlich über 90 Prozent. Das Signal ist klar: Der Weg zu niedrigeren Zinsen wird steiniger, und genau das setzt Gold unter Druck. Im Chart-Bild verläuft die entscheidende Unterstützung knapp unterhalb von 3.949 Dollar. Wird diese Marke unterschritten, droht zusätzlicher Verkaufsdruck, der die jüngste Seitwärtsbewegung nach unten auflösen könnte. Seit Monaten pendelt der Goldpreis in einer engen Spanne und findet weder genügend Impulse für einen erneuten Ausbruch nach oben, noch Gründe für eine tiefere Korrektur. Heute am Freitagmorgen setzte sich der Abwärtstrend fort. Der aktivste Gold Future für Dezember fiel bis 8.00 Uhr MEZ um 28,20 Dollar auf 4.021,70 Dollar je Feinunze. Anleger blicken nun gespannt darauf, ob sich der Markt stabilisieren kann oder ob der robuste US Arbeitsmarkt das Edelmetall weiter in die Defensive zwingt.
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