Airbus und Lufthansa unter Druck nach großem Software-Update
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01.12.2025

Airbus und Lufthansa unter Druck nach großem Software-Update

Nach der kurzfristig angeordneten Überprüfung von rund 6.000 Airbus Maschinen der A320 Familie stehen die Aktien von Airbus und Lufthansa am Montag im Fokus. Die Kursreaktionen fielen moderat negativ aus. Airbus gab zeitweise um 2,20 Prozent nach auf 200,15 Euro, Lufthansa verlor rund 0,70 Prozent auf 8,21 Euro. Hintergrund ist ein dringend erforderliches Software Update, das der Hersteller nach einem Zwischenfall mit einem Jetblue Flug Ende Oktober angeordnet hatte. Dabei war es zu einem unkontrollierten Höhenverlust gekommen, ausgelöst durch fehlerhafte Datenverarbeitung in einem Flugkontrollrechner.

Die Fluggesellschaften reagierten schnell. Airbus teilte mit, dass die große Mehrheit der betroffenen A320 Jets bereits aktualisiert wurde. Lufthansa begann noch am Vorabend mit der Umsetzung. Die meisten Eingriffe erfolgten über Nacht und am Samstagmorgen, sodass keine Flugstreichungen befürchtet werden. Auch easyJet und British Airways meldeten eine weitgehend reibungslose Umsetzung. Air France strich am Freitag 35 Flüge, erwartet jedoch eine rasche Rückkehr zum Normalbetrieb. Selbst in Südkorea, wo über 40 Maschinen betroffen waren, rechnet das Verkehrsministerium nicht mit größeren Verzögerungen.

Politisch erhielt Airbus Rückendeckung. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder lobte das schnelle Eingreifen von Hersteller und Behörden. Das Vorgehen zeige, dass die Sicherheitsmechanismen im Luftverkehr funktionierten. Laut Airbus kann das Update in vielen Fällen direkt aus dem Cockpit eingespielt werden. In Einzelfällen ist eine Hardware Komponente auszutauschen. Dies betrifft auch die Maschine des Papstes, der derzeit auf Auslandsreise ist. Die erforderliche Komponente wurde umgehend nach Istanbul entsandt.

Ursache der Problematik sind laut Experten solar bedingte Partikelströme, die in seltenen Fällen zu Störungen elektronischer Systeme führen können. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit sieht deshalb präventive Maßnahmen als notwendig an. Analyst Sam Burgess von Goldman Sachs erwartet geringe Auswirkungen für Betreiber, verweist jedoch auf mögliche Herausforderungen bei hardwareseitigen Anpassungen und der Versorgung mit Ersatzteilen. Der Markt richtet den Blick nun auf mögliche Folgen für Neuauslieferungen. Da die Maßnahmen überwiegend präventiv sind, rechnen Analysten jedoch nicht mit tiefgreifenden Belastungen für Airbus.

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