Merz fordert Frau für Nachfolge Steinmeiers
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich klar für die Nominierung einer Frau als Nachfolgerin für den amtierenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ausgesprochen. Auf der CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz in Berlin erklärte Merz, er werde der Partei eine Kandidatin aus der politischen Mitte vorschlagen. Zuvor hatte er sich in der Debatte zurückhaltend gezeigt, doch nun betont, dass es wichtig sei, beim höchsten Staatsamt einen Frauenanteil zu gewährleisten.
Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten wird durch verschiedene interne und externe Interessen kompliziert. Die CSU schlägt die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner vor, die Unterstützung aus den Reihen der SPD und Grünen erhält. Merz hingegen macht deutlich, dass das Vorschlagsrecht bei der CDU als stärkster Fraktion in der Bundesversammlung liegen müsse.
Die CDU wird voraussichtlich in der nächsten Woche eine Vorentscheidung treffen, und Merz plant Gespräche mit den Landesvorsitzenden, um einen gemeinsamen Vorschlag der Union zu erarbeiten. Ziel ist es, eine breite Unterstützung in der Bundesversammlung, die aus 630 Bundestagsabgeordneten und zahlreichen Wahlleuten besteht, für die Kandidatin zu gewinnen. Der entscheidende Termin für die Nominierung steht bereits fest: Am 30. Januar wird die Nachfolge Steinmeiers gewählt.