Leichtathletik-EM in Birmingham: Zuschauerinteresse gering
Die Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham sind mit einem schwachen Zuschauerinteresse gestartet. Trotz der Kapazität von 23.000 Plätzen im Alexander Stadium waren die Ränge am Eröffnungstag nur spärlich besetzt, offiziell wurden 13.623 Besucher vermeldet. Der BBC-Kommentator Steve Cram äußerte seine Enttäuschung über die Zuschauerresonanz, insbesondere bei der 100-Meter-Veranstaltung der britischen Athletin Amy Hunt. Hinzu kommen hohe Preise für Tickets und Speisen, die viele potenzielle Zuschauer abschrecken. Besonders umstritten sind die Preise für Essen und Trinken, die mit fast zwölf Euro für ein Bratwurst-Hotdog und über 17 Euro für Pommes als exorbitant empfunden werden. Dies hat auch Auswirkungen auf die Bewerbung Londons um die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2029, da die negative Stimmung bei der EM die Chancen mindern könnte. Die Veranstalter zeigen sich dennoch optimistisch, dass die restlichen Tage besser besucht sein werden und glauben, dass die Zuschauerzahl am Wochenende steigen wird. Insgesamt bleibt abzuwarten, ob die EM mit ihren hohen Eintrittspreisen und der ausbaufähigen Besucheranzahl das gewünschte Interesse wecken kann, oder ob diese Probleme die zukünftige Ausrichtung großer Leichtathletik-Veranstaltungen in Großbritannien gefährden.