Proteste im DFB-Pokal: Fans fordern Abschaffung des VAR
Vor den DFB-Pokalspielen am Wochenende planen Fanszenen verschiedener Vereine, darunter die 'Corillo Ultras' des SC Freiburg, umfassende Protestaktionen gegen den Video Assistant Referee (VAR). In einem veröffentlichten Aufruf betonen sie, dass der Fußball wieder authentisch, unmittelbar und voller Emotionen sein sollte. Das gewollte Ziel dieser Proteste ist die langfristige Abschaffung des VAR im deutschen Profifußball.
Die Fans haben Unterstützung vom FC Augsburg erhalten, dessen Geschäftsführer Michael Ströll die Bedenken nachvollziehen kann. Er erläutert, dass die Einführung des VAR zwar zur Verbesserung des Spiels gedacht war, in der Praxis jedoch oft zu neuen Diskussionen über den Video-Schiedsrichter führt, statt die alten Schiedsrichter-Entscheidungen zu klären. Weiterhin äußert Ströll, dass der VAR die Emotionen im Spiel schädigt und der ursprüngliche Geist des Fußballs leidet.
Für die erste Runde des DFB-Pokals wird der VAR aufgrund technischer und finanzieller Herausforderungen nicht eingesetzt. Zukünftig wird die Technologie jedoch ab der zweiten Runde aktiv sein. Die UEFA plant, bei klaren Fehlentscheidungen wieder zu einer engeren Handhabung des VAR zurückzukehren. In der kommenden Saison wird der VAR seine Eingriffsmöglichkeiten erweitern und auch bei fraglichen Platzverweisen eingreifen können. Viele Fans stellen jedoch in Frage, ob der VAR die Spielqualität wirklich verbessert oder eher zu längeren Unterbrechungen und schlechtem Spielfluss führt.