IG Metall startet Warnstreiks in der Metallindustrie
In Deutschland haben die Warnstreiks der IG Metall in der Metall- und Elektroindustrie begonnen, nachdem die Friedenspflicht um Mitternacht abgelaufen ist. Die ersten Maßnahmen fanden bei Thyssenkrupp Rasselstein in Andernach und RF 360 Europe in München statt, wo sich die Beschäftigten versammelten, um für höhere Löhne und Jobsicherheit zu demonstrieren. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung von fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, während die Arbeitgeber ein Angebot gemacht haben, das niedriger als die Inflation ist.
Die Gewerkschaftsvorsitzende Christiane Benner sprach von "starken Warnstreiks", da das Arbeitgeberangebot zu Unverständnis und Wut in den Belegschaften geführt habe. Es gehe darum, die Kaufkraft und die Zukunft für alle am Standort zu sichern. Der Vorsitzende des IG Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, kündigte an, dass der Warnstreik bei Thyssenkrupp Rasselstein nur der Auftakt zu einer umfangreichen Warnstreikphase sei. Die Ausmaße und die Dauer der Streiks sind derzeit nicht abzusehen, aber größere Demonstrationen sind für die kommende Woche geplant.