Staatliche Gasreserve: Verbraucher sollen Kosten tragen
Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet an Plänen für eine staatliche Erdgasreserve, um in Krisensituationen wie Sabotage oder globalen Gasmangel unabhängig zu agieren. Geplant sind bis zu 24 Terawattstunden Gas, die rund 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro kosten sollen, finanziert durch eine Umlage auf die Gasverbraucher. Die Reserve wird nicht für die saisonale Winterversorgung genutzt, sondern soll Extremfälle abdecken. Mit dieser Maßnahme soll die Bundesnetzagentur unterstützt werden, um mögliche Versorgungslücken zu vermeiden und Zeit für Reparaturen zu gewinnen.
Die Grünen begrüßen den Vorstoß, weisen jedoch darauf hin, dass die Umsetzung zu spät für den kommenden Winter kommt. Die interne Planung sieht eine erste Beratung des Bundestags bis Ende September vor, während die Regelung zum 1. Januar 2027 in Kraft treten könnte. Abgesichert werden sollen unter anderem 30 Tage Ausfall der Importinfrastruktur in Niedersachsen, die entscheidend für die Gaslieferungen aus Norwegen ist. In einem normalen Winter könnte die Reserve bis zu 18 Tage Versorgung garantieren.