Exportmotor Deutschlands verliert kurz an Tempo
Im Juli 2023 verlor Deutschlands Exportmotor kurzfristig an Fahrt. Laut dem Statistischen Bundesamt sanken die Ausfuhren um 0,8 Prozent auf 138 Milliarden Euro im Vergleich zu Juni. Dennoch verzeichneten die Exporte im Jahresvergleich einen Anstieg von etwa sechs Prozent, was den langfristigen Aufwärtstrend bestätigt. Besonders auffällig ist der starke Zuwachs im Handel mit den USA. Hier stiegen die Exporte um über 19 Prozent im Vergleich zum schwachen Juni, was einen Wertzuwachs von 28 Prozent im Jahresvergleich bedeutet. Gut ein Zehntel der Exporte entfiel auf Transatlantikhandel.
Auf der anderen Seite drückten jedoch Rückgänge bei den Exporten nach China und Großbritannien die Gesamtbilanz. Die Exporte nach China fielen um zehn Prozent, während die Exporte nach Großbritannien um sieben Prozent zurückgingen. Dies führte dazu, dass Unternehmen in Deutschland Waren im Wert von weniger als sechs Milliarden Euro nach China lieferten. Auch die Importe aus China gingen deutlich zurück, was zur Erhöhung des Außenhandelsüberschusses auf rund 21 Milliarden Euro beitrug – der höchste Wert seit zwei Jahren. Die Importe nach Deutschland insgesamt sind deutlich rückläufig, was die positive Exportbilanz unterstützt.