Firmenpleiten in Deutschland auf Rekordhoch
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Firmenpleiten in Deutschland auf Rekordhoch

Firmenpleiten in Deutschland auf Rekordhoch
Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland erreicht einen Höchststand von fast 5.000 Insolvenzen im zweiten Quartal. Branchenübergreifend bleibt die Situation angespannt, eine Besserung ist nicht in Sicht.

Im zweiten Quartal 2023 verzeichnete Deutschland mit 4.996 Insolvenzen den höchsten Stand seit über 20 Jahren. Dies stellt einen Anstieg von neun Prozent im Vergleich zum ersten Quartal dar. Besonders betroffen sind nahezu alle Branchen, wobei der Bau, der Handel und das Gastgewerbe signifikante Höchstwerte aufzeigen. Steffen Müller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung äußert, dass die Situation in der Wirtschaft als ausgesprochen schwierig einzustufen ist. Für das dritte Quartal wird mit einem weiteren Anstieg der Insolvenzen gerechnet.

Das Insolvenzgeschehen betrifft vor allem große Wirtschaftssektoren, und es gibt kaum Ausnahmen, wobei das verarbeitende Gewerbe relativ stabil bleibt. Dies wird durch Daten des Statistischen Bundesamtes untermauert, die einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 6,5 Prozent im Jahresvergleich dokumentieren. Auch Creditreform vermeldet mit 12.900 Insolvenzen im ersten Halbjahr den höchsten Stand seit 2013. Die derzeitige Krisensituation in der Wirtschaft ist demnach ernst, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage weiterentwickelt.

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