Investitionsbereitschaft im Mittelstand auf Rekordtief
Die Investitionsbereitschaft im deutschen Mittelstand ist auf den tiefsten Stand seit mindestens 1995 gefallen. Nur 52 Prozent der Unternehmen planen in den nächsten sechs Monaten Investitionen, was auf ein angespanntes wirtschaftliches Umfeld hinweist. Hohe Energie- und Materialkosten belasten die Firmen, und die Sorgen über Produktengpässe haben zugenommen. Statt im Inland zu investieren, suchen viele Betriebe neue Absatzwege im Ausland. Insbesondere im Bereich Energie, Verteidigung sowie Digitalisierung gibt es jedoch Ausnahmen, wo Investitionen weiterhin zunehmen.
Einige Unternehmen in Deutschland haben mit schwacher Nachfrage, steigenden Kosten und geopolitischer Unsicherheit zu kämpfen. Dies führt dazu, dass der Fokus auf Liquidität und Kostenkontrolle gelegt wird. Die aktuelle Umfrage zeigt, dass 43 Prozent der Betriebe Preiserhöhungen planen, während nur fünf Prozent mit sinkenden Preisen rechnen. Das bereitet Sorgen hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands. "Wachstum und Expansion finden immer häufiger im Ausland statt", erklärt ein Vertreter der DZ Bank. Dabei wird insbesondere in die Bestandssicherung investiert, was das Risiko einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage erhöht.