IW-Prognose: Wachstum der deutschen Wirtschaft trotz Risiken
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat seine Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2026 auf 1,2 Prozent angehoben. Dieses Wachstum wird stark durch Panik-Käufe im ersten Halbjahr 2026 beeinflusst, die aus Sorge vor Lieferengpässen infolge des Irankriegs entstanden sind. Während diese Zahlen erfreulich erscheinen, betont IW-Konjunkturchef Michael Grömling, dass Deutschland sich weiterhin in einer tiefgreifenden Strukturkrise befindet und eine dauerhafte Erholung nicht in Sicht ist.
Die Weltwirtschaft wird ebenfalls leicht optimistischer eingeschätzt, mit einem prognostizierten Wachstum von 2,3 Prozent und einem Anstieg des Welthandels um 5 Prozent. Allerdings bleiben geopolitische Risiken und hohe Energiepreise große Herausforderungen. Die Bauinvestitionen sind rückläufig, und der private Konsum wird durch Inflation und hohe Energiepreise belastet. Diese Unsicherheiten lassen die Arbeitsmarktsituation uneinheitlich erscheinen, mit einer leichten Abnahme der Erwerbstätigenzahl, während die Arbeitslosigkeit stabil bleibt.
Die Aussichten sind gemischt: Während das IW und die Verbraucher den Risiken entgegentreten müssen, werfen geopolitische Entwicklungen und klimatische Herausforderungen ihren Schatten voraus. Vor allem die Lage im Nahen Osten und mögliche Energieversorgungsprobleme stehen im Raum. Daher bleibt die gesamte wirtschaftliche Situation angespannt und erfordert ständige Beobachtung.