Börse Aktuell, 28.11.2025: FSB stuft Deutsche Bank in niedrigere Risikoklasse ein
Die Deutsche Bank ist in der neuen Einstufung des Financial Stability Board eine Risikokategorie nach unten gerückt. Damit zählt sie künftig zu den global systemrelevanten Instituten mit geringerer zusätzlicher Kapitalanforderung. Für Anleger dürfte die Verschiebung ein Hinweis darauf sein, dass das Institut im internationalen Vergleich als stabiler und weniger riskant eingeschätzt wird. Der Kurs reagierte am Donnerstagabend jedoch kaum. Auf Tradegate notierte die Aktie bei 30,50 Euro und damit minimal unter dem XETRA Schlusskurs.
Das FSB aktualisiert seine Liste der weltweit systemrelevanten Banken jedes Jahr. Die Einstufung bestimmt, wie viel zusätzliches Eigenkapital eine Bank vorhalten muss und welche Auflagen sie erfüllen muss, etwa zur Abwicklung im Krisenfall oder zur Offenlegung relevanter Daten. Während die Deutsche Bank ein Stück nach unten rückt, finden sich andere Institute weiter oben wieder. Bank of America sowie die Industrial and Commercial Bank of China steigen jeweils um eine Stufe auf und gehören nun zur Kategorie mit einem Kapitalzuschlag von zwei Prozentpunkten. Auch Citigroup und HSBC sind dort vertreten.
An der Spitze bleibt die höchste Kategorie weiterhin unbesetzt. In der zweithöchsten Gruppe steht unverändert JP Morgan Chase. Darunter folgen mit einem Zuschlag von 1,5 Prozentpunkten unter anderem Barclays, Credit Agricole und BNP Paribas. Die Deutsche Bank ordnet sich in der unteren Risikoklasse ein, zusammen mit Instituten wie ING, Morgan Stanley, Santander und Societe Generale. Für den deutschen Branchenführer bedeutet dies weniger regulatorischen Druck, doch ändert die Einstufung nichts an den langfristigen strukturellen Herausforderungen. Für Marktbeobachter bleibt entscheidend, ob die Bank ihre Profitabilität stabil halten und ihre Position im europäischen Wettbewerb weiter stärken kann.
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