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BayWa-Aktie legt zu: Umbau im Aufsichtsrat nimmt Fahrt auf

Unternehmenszentrale und Industrieumfeld im Zusammenhang mit dem Umbau im Aufsichtsrat der BayWa AG
BayWa reagiert auf Aktionärsdruck. Mehrere Aufsichtsräte gehen, Reformen folgen. Die Aktie zeigt eine positive Kursreaktion.

BayWa Aktie steigt nach Rücktritten im Aufsichtsrat
Beim angeschlagenen Münchner Konzern BayWa kommt Bewegung in die Führungsgremien. Nach mehreren Wechseln im Vorstand ziehen nun auch drei Mitglieder des Aufsichtsrats Konsequenzen. Der prominenteste Abgang betrifft die CSU Politikerin Monika Hohlmeier, die ihr Mandat zum Ende des ersten Quartals niederlegt. Ebenfalls vorzeitig ausscheiden werden der österreichische Manager Michael Höllerer sowie Monique Surges, die derzeit eine Auslandshandelskammer leitet.

Die Reaktion an der Börse fiel positiv aus. Die BayWa Aktie konnte im Handel spürbar zulegen. Investoren werten die personellen Schritte als Signal, dass der Konzern die Kritik von Eigentümern und Aktionären ernst nimmt. Hintergrund ist eine anhaltende Krise, die sich aus hohen Verbindlichkeiten ergibt. In den vergangenen Jahren hatte BayWa durch eine ambitionierte internationale Expansion Schulden in Milliardenhöhe aufgebaut.

Besonders im Fokus standen zuletzt langjährige Aufsichtsräte. Kritiker warfen dem Gremium vor, zu lange an alten Strukturen festgehalten zu haben. Einer der bekanntesten Vertreter bleibt jedoch im Amt. Bauernpräsident Joachim Rukwied gehört dem Aufsichtsrat weiterhin an. Seine Rolle wurde auf der Hauptversammlung deutlich hinterfragt. Die Aktionärsvereinigung DSW hatte öffentlich einen konsequenteren Neuanfang gefordert.

Nicht betroffen von der Kritik ist der aktuelle Aufsichtsratsvorsitzende Gregor Scheller. Er übernahm den Posten erst im vergangenen Jahr und gilt nicht als Teil der früheren Entscheidungen. Unter seiner Führung wurden bereits strengere Maßstäbe für Besetzungen im Vorstand und im Aufsichtsrat beschlossen. Ziel ist es, Kontrolle und Risikobewusstsein zu stärken.

Nach dem Austausch mehrerer Spitzenmanager und den nun angekündigten Rücktritten im Kontrollgremium hoffen Anleger auf mehr Stabilität. Der jüngste Kursanstieg zeigt, dass der Markt die Reformschritte honoriert – auch wenn der Weg aus der Krise noch nicht abgeschlossen ist.

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