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Deutsche Bank Aktie etwas fester nach erneuter Aufarbeitung des Epstein Falls

Deutsche Bank Zentrale in Frankfurt vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen um frühere Geschäftsbeziehungen
Die Deutsche Bank räumt Fehler im Umgang mit Jeffrey Epstein erneut ein und betont strengere Kontrollen und Konsequenzen für die Zukunft.

Deutsche Bank Aktie reagiert auf neue Epstein Enthüllungen
Die Aktie der Deutsche Bank zeigte sich zum Wochenstart leicht erholt. Auslöser waren neue Medienberichte zu den sogenannten Epstein Akten sowie eine erneute Stellungnahme des Instituts. Die Bank bezeichnete die frühere Geschäftsbeziehung mit dem US Investor Jeffrey Epstein erneut als klaren Fehler und bekräftigte, aus den damaligen Vorgängen Konsequenzen gezogen zu haben.

Nach Angaben des Geldhauses wurde Epstein im Spätsommer 2013 als Kunde aufgenommen. Rund fünf Jahre später leitete die Bank die Beendigung der Geschäftsverbindung ein. Der heute international bekannte Missbrauchsskandal rund um Epstein wurde erst später in seiner ganzen Dimension öffentlich. Epstein starb 2019 im Alter von 67 Jahren in Untersuchungshaft. Ein weiteres Gerichtsverfahren kam nicht mehr zustande.

Zuletzt veröffentlichte Unterlagen aus US Behördenkreisen sorgten erneut für Aufmerksamkeit. Medienberichten zufolge soll Epstein zeitweise über mehr als 45 Konten bei der Deutschen Bank verfügt haben und einen erheblichen Teil seines Vermögens dort verwahrt haben. Diese neuen Details führten zu Forderungen nach mehr Transparenz. Vertreter von Aktionärsschützern verlangen eine umfassende Offenlegung der damaligen Geschäftsbeziehung vor der Hauptversammlung Ende Mai 2026.

Die Deutsche Bank erklärte, man habe unmittelbar nach Epsteins Festnahme im Sommer 2019 Kontakt zu Ermittlungsbehörden aufgenommen und volle Unterstützung zugesagt. In enger Abstimmung mit Aufsehern seien interne Abläufe überprüft und strukturelle Schwächen beseitigt worden. Seitdem habe das Institut deutlich mehr in Schulungen, Kontrollsysteme und Prozesse zur Bekämpfung von Finanzkriminalität investiert.

Auch Konzernchef Christian Sewing hatte bereits vor einigen Jahren betont, dass die Bank ihre Lehren gezogen habe. Personelle Konsequenzen seien erfolgt, und die internen Standards seien spürbar verschärft worden. Die erneute Klarstellung soll nun helfen, das Thema weiter aufzuarbeiten und Reputationsrisiken zu begrenzen.

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