AstraZeneca stellt weiteres Wachstum für 2026 in Aussicht
Der Pharmakonzern AstraZeneca blickt nach einem dynamischen Geschäftsjahr 2025 zuversichtlich in die Zukunft. Das Unternehmen stellte am Montag am Firmensitz in Cambridge seine Erwartungen für 2026 vor und signalisierte weiteres solides Wachstum. Anleger reagierten zunächst gelassen positiv. Die Aktie legte am Vormittag leicht um rund 0,4 Prozent zu. Für das kommende Jahr rechnet AstraZeneca mit einem Umsatzanstieg zu konstanten Wechselkursen im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet der britisch schwedische Konzern eine Zunahme im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Damit würde sich das Wachstumstempo in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Die positive Prognose stützt sich auf ein robustes Geschäftsjahr 2025, in dem AstraZeneca seine eigenen Ziele erreicht und in zentralen Bereichen sogar übertroffen hat. Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg nominal um rund zehn Prozent auf etwa 59,1 Milliarden US Dollar. Währungsbereinigt lag das Plus bei knapp neun Prozent. Umgerechnet entsprach dies einem Erlös von rund 50 Milliarden EUR. Besonders stark entwickelte sich erneut das Onkologiegeschäft. Krebsmedikamente bilden mittlerweile das Rückgrat des Konzerns und trugen einen erheblichen Teil zum Umsatzwachstum bei. Blockbuster Produkte wie Imfinzi Tagrisso und Calquence verzeichneten weiterhin hohe Nachfrage in wichtigen Märkten wie den USA Europa und zunehmend auch in Schwellenländern.
Onkologie bleibt Wachstumsmotor
Die Onkologiesparte gilt bei AstraZeneca seit Jahren als strategischer Schwerpunkt. Im Jahr 2025 profitierte das Unternehmen vor allem von der breiten Aufstellung seiner Krebsmedikamente in unterschiedlichen Therapiegebieten. Diese Diversifikation reduziert Abhängigkeiten von einzelnen Wirkstoffen und sorgt für stabile Erlösströme. Immuntherapien und zielgerichtete Behandlungen entwickelten sich besonders dynamisch. Imfinzi konnte seine Marktposition weiter ausbauen während Tagrisso vor allem in der Behandlung bestimmter Lungenkrebsformen stark gefragt blieb. Auch Calquence zeigte sich weiterhin wachstumsstark und gewann Marktanteile gegenüber konkurrierenden Präparaten.
Diabetesgeschäft unter zunehmendem Wettbewerbsdruck
Neben den Erfolgen in der Krebsmedizin steht AstraZeneca jedoch auch vor neuen Herausforderungen. In den kommenden Monaten könnte der Wettbewerbsdruck im Diabetesgeschäft spürbar zunehmen. Für das Präparat Farxiga drohen verstärkt Nachahmerprodukte, sogenannte Generika, auf den Markt zu kommen. Farxiga zählt seit Jahren zu den umsatzstarken Medikamenten des Konzerns. Zwar bleibt das Präparat medizinisch relevant, doch mit dem Auslaufen von Patentschutz in einzelnen Regionen könnten günstigere Alternativen den Preisdruck erhöhen. AstraZeneca sieht sich darauf vorbereitet und verweist auf die starke Position im Onkologiebereich als Ausgleich.
Ergebnisentwicklung überzeugt Investoren
Auch auf der Ergebnisseite lieferte AstraZeneca im vergangenen Jahr überzeugende Zahlen. Der Gewinn nach Steuern stieg im Vergleich zum bereits starken Vorjahr um rund 44 Prozent auf etwa 10,4 Milliarden US Dollar. Diese Entwicklung unterstreicht die hohe operative Effizienz des Konzerns. Besonders aufmerksam verfolgt wird von Analysten das bereinigte Ergebnis je Aktie. Dieser Wert verbesserte sich 2025 um rund elf Prozent auf etwa 9,25 US Dollar.
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