BYD zieht an Tesla vorbei: Chinas E-Auto-Industrie übernimmt die Führung
Der globale Elektroautomarkt verschiebt sich spürbar. Neue Auslieferungsdaten deuten darauf hin, dass der chinesische Hersteller BYD im Jahr 2025 erstmals vor Tesla liegen dürftem trotz nachlassender Dynamik zum Jahresende.
Auslieferungszahlen zeigen klare Verschiebung der Marktanteile
Der chinesische Automobilkonzern BYD hat für 2025 erneut starke Verkaufszahlen gemeldet. Nach Unternehmensangaben wurden im vergangenen Jahr rund 4,5 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Davon entfielen etwa 2,2 Millionen Einheiten auf reine Elektroautos, der Rest auf Plug in Hybride. Insgesamt entspricht dies einem Zuwachs von rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders dynamisch entwickelte sich der Absatz vollelektrischer Modelle, der im Jahresvergleich um knapp 30 Prozent zulegte.
Damit dürfte BYD Tesla bei den globalen E-Auto Auslieferungen überholt haben. Während BYD weiter von seiner breiten Modellpalette und der starken Position im Heimatmarkt profitiert, zeigt sich zum Jahresende dennoch eine gewisse Abkühlung. Im Dezember verkaufte der Konzern gut 415.000 Fahrzeuge, was einem Rückgang von rund 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Bei reinen Elektroautos fiel das Minus mit etwa neun Prozent etwas moderater aus.
Tesla unter Druck: Absatzrückgang zeichnet sich ab
Der US Konkurrent Tesla wird seine finalen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr in Kürze veröffentlichen. Auf Basis von Unternehmensangaben und Analystenschätzungen wird für das Schlussquartal ein Absatz von rund 420.000 Fahrzeugen erwartet. Das entspräche einem Rückgang von etwa 14 bis 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr rechnen Marktbeobachter mit circa 1,6 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen. Sollten sich diese Zahlen bestätigen, würde Tesla seine Position als weltgrößter E-Auto Hersteller endgültig an BYD verlieren. Während Tesla weiterhin stark von einzelnen Modellen abhängig ist, punktet BYD mit einer breiteren Produktpalette und aggressiver Preispolitik, insbesondere in China.
Wettbewerb verschärft sich, Gegenwind für 2026 nimmt zu
Der Blick nach vorn bleibt für BYD und andere chinesische Hersteller dennoch herausfordernd. In China selbst nimmt der Konkurrenzdruck spürbar zu, da immer mehr neue Modelle auf den Markt drängen. Gleichzeitig fährt die chinesische Regierung staatliche Kaufanreize für Elektrofahrzeuge schrittweise zurück. Das könnte die Nachfrage im Inland bremsen und die Margen belasten.
Auch international wird das Umfeld schwieriger. Handelsbarrieren, Importzölle und politische Spannungen erschweren den Marktausbau in Europa und Nordamerika. Für 2026 wird daher entscheidend sein, ob BYD seine Kostenführerschaft halten und neue Absatzmärkte erfolgreich erschließen kann. Während Tesla gleichzeitig versucht, mit neuen Modellen und Effizienzsteigerungen gegenzuhalten.
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