Meta Aktie unter Druck: Gesichtserkennung für smarte Brillen im Gespräch
Die Aktie von Meta Platforms steht erneut im Fokus. Medienberichten zufolge erwägt der Facebook Konzern, seine smarten Brillen künftig mit einer Form von Gesichtserkennung auszustatten. Die Nachricht sorgt für Diskussionen rund um Datenschutz und Regulierung. Laut einem Bericht der New York Times prüft Meta intern, wie eine solche Funktion technisch und rechtlich umgesetzt werden könnte. Noch in diesem Jahr könnte es konkrete Schritte geben. Anleger reagierten zunächst zurückhaltend. Smarte Brillen mit Kamera und Display. Meta vertreibt seine smarten Brillen unter den Marken Ray Ban und Oakley. Die Modelle verfügen über Kamera, Mikrofon und Lautsprecher. Optisch ähneln sie klassischen Brillen. In den USA bietet Meta inzwischen auch eine Version mit kleinem Display im rechten Glas an, das Informationen einblenden kann. Ein LED Licht signalisiert, wenn die Kamera aktiv ist. Die Geräte sind eng mit Plattformen wie Instagram, Facebook und WhatsApp verknüpft. Genau hier könnte eine mögliche Gesichtserkennung ansetzen.
Mögliche Funktionsweise der Erkennung
Nach bisherigen Informationen soll die Funktion nicht jede beliebige Person identifizieren können. Eine denkbare Variante wäre, dass die Brille nur Kontakte erkennt, mit denen Nutzer auf Meta Plattformen verbunden sind. Eine weitergehende Option könnte öffentliche Profile einbeziehen. Gerade in Europa wäre eine solche Technik mit erheblichen regulatorischen Hürden verbunden. Die Datenschutz Grundverordnung setzt hohe Maßstäbe für den Umgang mit biometrischen Daten. Eine breite Einführung dürfte daher auf intensive Prüfung stoßen.
Der Datenschutz bleibt ein sensibles Thema
Meta hatte bereits vor Jahren eine automatische Gesichtserkennung für Fotos eingeführt und später wieder eingestellt. Hintergrund waren massive Datenschutzbedenken. In den USA musste der Konzern Milliardenbeträge zahlen, weil biometrische Daten ohne ausreichende Zustimmung verarbeitet wurden. Nun wird laut Bericht intern diskutiert, wie sich eine neue Funktion rechtssicher gestalten lässt. Eine Idee sei gewesen, sie zunächst in einem engen Rahmen zu testen, etwa bei einer Konferenz für sehbehinderte Menschen. Offiziell bestätigt hat Meta diese Pläne bislang nicht.
Auswirkungen auf die Meta Aktie
Für die Meta Aktie bedeutet die Debatte zunächst Unsicherheit. Einerseits könnte eine neue Funktion die Attraktivität der Hardware steigern und Metas Strategie im Bereich Künstliche Intelligenz stärken. Andererseits drohen politische und rechtliche Risiken. Investoren werden genau beobachten, ob Meta konkrete Schritte ankündigt und wie Behörden reagieren. Der Konzern bewegt sich hier in einem Spannungsfeld zwischen technischer Innovation und gesellschaftlicher Akzeptanz.
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