Ölpreise steigen nach Eskalation im Nahen Osten deutlich an
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02.03.2026

Ölpreise steigen nach Eskalation im Nahen Osten deutlich an

Die Ölpreise reagieren sensibel auf die neue Lage im Nahen Osten. Ein Barrel der Nordseesorte Brent Crude Oil zur Lieferung im April verteuerte sich am Morgen um rund sieben US Dollar auf 77,74 Dollar. Auch die US Referenzsorte West Texas Intermediate legte kräftig zu und stieg um etwa sechs Dollar auf 71,45 Dollar. Nach zweistelligen Aufschlägen zum Handelsstart gaben beide Kontrakte einen Teil der Gewinne wieder ab. Auslöser der Marktbewegung sind militärische Angriffe von Israel und den USA auf den Iran. Dabei wurde auch das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen und schränkte den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ein. Die Meerenge gilt als Nadelöhr des globalen Energiehandels. Rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte passiert täglich diese Route. Jede Störung kann Angebotssorgen verstärken und die Preise treiben. Gleichzeitig versucht das Ölkartell OPEC+ gegenzusteuern. Die Mitgliedstaaten beschlossen am Sonntag, die tägliche Fördermenge auszuweiten. Ziel ist es, mögliche Engpässe abzufedern und extreme Preissprünge zu vermeiden. Für die Finanzmärkte bleibt die Lage dennoch angespannt. Die weitere Entwicklung im Persischen Golf dürfte kurzfristig der entscheidende Faktor für Brent und WTI bleiben.

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