SoftBank-Aktie vor Neubewertung: Aktiensplit trifft auf KI-Fantasie
Börse Aktuell Finanzwissen von der Börse
30.12.2025

SoftBank-Aktie vor Neubewertung: Aktiensplit trifft auf KI-Fantasie

Mit dem Jahreswechsel schlägt SoftBank ein neues Kapitel auf. Ein Aktiensplit senkt die Einstiegshürde, während der Konzern weiter konsequent auf künstliche Intelligenz setzt.

Aktiensplit senkt Einstiegshürden für Anleger

Die SoftBank Group startet zum Jahresbeginn 2026 mit einem Aktiensplit im Verhältnis 1:4. Beschlossen wurde dieser Schritt bereits vor einigen Wochen, nun wird er umgesetzt. Stichtag ist der 31. Dezember 2025, effektiv greift der Split mit dem Handelsbeginn am 1. Januar 2026. Aktionäre, die zum Stichtag SoftBank-Anteile hielten, erhalten für jede bestehende Aktie drei zusätzliche Aktien ins Depot eingebucht.

Durch den Split wird der Aktienkurs rechnerisch angepasst. Zuvor hatte das Papier zuletzt bei rund 4.485 Yen geschlossen. An der Marktkapitalisierung ändert sich nichts, sie bleibt trotz der höheren Aktienanzahl unverändert. SoftBank passt zudem die Ausübungspreise bestehender Aktienoptionen sowie die Zahl genehmigter Aktien entsprechend den gesetzlichen Vorgaben in Japan an. Das Unternehmen betonte, man wolle auch künftig regelmäßig prüfen, ob weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Handelbarkeit sinnvoll seien.

Starke Kursentwicklung liefert den Hintergrund

Auslöser für den Aktiensplit ist der außergewöhnliche Kursanstieg im Jahr 2025. Nach einem Jahrestief im April vervielfachte sich der Aktienkurs bis November nahezu. Damit war eine Standardhandelseinheit von 100 Aktien zeitweise mehr als zwei Millionen Yen wert geworden. Für viele private Anleger wurde der Einstieg dadurch faktisch unattraktiv.

Parallel dazu überzeugte SoftBank operativ. Im jüngsten Quartalsbericht verdoppelte der Konzern seinen Nettogewinn auf rund 2,9 Billionen Yen und erreichte damit ein neues Rekordniveau. Wesentlicher Treiber war der starke Wertzuwachs zentraler Beteiligungen, allen voran am KI-Spezialisten OpenAI. Die Zahlen untermauern die strategische Neuausrichtung des Konzerns nach Jahren hoher Volatilität.

KI bleibt strategischer Kern der SoftBank-Story

Konzernchef Masayoshi Son positioniert SoftBank klar als KI-Investmentplattform. Trotz zunehmender Diskussionen über eine mögliche KI-Blase hält das Management an dieser Linie fest. Finanzvorstand Yoshimitsu Goto erklärte zuletzt, das Risiko, nicht in KI zu investieren, sei aus Sicht von SoftBank größer als das Investitionsrisiko selbst.

Diese Haltung prägt die Kapitalallokation des Konzerns und erklärt auch, warum SoftBank weiterhin hohe Bewertungen bei KI-Beteiligungen in Kauf nimmt. Für Anleger bedeutet das: Die Aktie bleibt stark von der Entwicklung des globalen KI-Marktes abhängig und reagiert entsprechend sensibel auf Stimmungsumschwünge in diesem Sektor.

Was der Aktiensplit für Anleger bedeutet

Ein Aktiensplit verändert den inneren Wert eines Unternehmens nicht, kann aber psychologische Effekte auslösen. Günstigere optische Kurse erhöhen oft die Nachfrage, steigern die Liquidität und machen die Aktie für neue Anlegergruppen zugänglich. Davon können auch bestehende Aktionäre profitieren.

Gleichzeitig ist Vorsicht geboten. Aktiensplits erfolgen häufig nach starken Kursanstiegen. Das bedeutet, dass ein Teil der positiven Erwartungen bereits eingepreist sein könnte. Ob die SoftBank-Aktie nach dem Split weiter zulegen kann, wird daher maßgeblich davon abhängen, ob sich die KI-Investments auch operativ und bilanziell nachhaltig auszahlen.

Hinweis und Haftungsausschluss
Dieser Text dient nur zur allgemeinen Information und ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanz-Produkten. Sämtliche Informationen und Artikel dienen nicht als Anlageberatung. Infos Unter übernimmt keinerlei Haftung für daraus entstehende Ansprüche.

Weitere Börsen Ticker Artikel