Airbus A380: EASA ordnet dringende Tragflächenkontrollen an
Die Europäische Luftfahrtbehörde EASA hat nach der Entdeckung von Rissen in den Tragflächen von Airbus-A380-Maschinen sofortige Inspektionen angeordnet. Insgesamt sind 16 Flugzeuge des Typs A380 betroffen, von denen 15 von Emirates und eines von Qantas betrieben werden. Die Kontrollen, die am Mittwoch beginnen sollen, sind Teil der Sicherheitsmaßnahmen nach der Feststellung, dass Risse an einem Strukturteil der Flügelholmkonstruktion aufgetreten sind. Fünf Maschinen müssen sofort überprüft werden, während die anderen innerhalb von 25 Flugzyklen untersucht werden müssen. Die EASA warnt, dass diese Schäden die Stabilität der Tragflächen beeinträchtigen könnten, weshalb Airbus zusätzliche detaillierte Kontrollen für notwendig hält.
Der Airbus A380 gilt als das größte Passagierflugzeug der Welt und war bereits in der Vergangenheit von ähnlichen Problemen betroffen. Im Jahr 2012 wurde eine umfassende Kontrolle durch die EASA angeordnet, nachdem auch damals Risse in den Tragflächen festgestellt wurden. Airbus hat seitdem Reparaturverfahren entwickelt und die damaligen Probleme wurden als behoben betrachtet. Das Unternehmen hatte die Produktion des A380 im Jahr 2021 eingestellt, und aktuell gibt es aufgrund von Streitigkeiten unter den Projektpartnern Unsicherheiten im Zusammenhang mit neuen Luftkampfsystemen. Fluggesellschaften wie Lufthansa und British Airways betreiben ebenfalls A380-Modelle, während Emirates die größte Flotte des Typs weltweit besitzt.