Waldbrand im Müritz-Nationalpark breitet sich aus
Im Müritz-Nationalpark, dem größten Land-Nationalpark Deutschlands, breitet sich ein Waldbrand aus und hat bereits eine Fläche von etwa 388 Hektar erreicht. Erste Flammen traten am Montag auf, und trotz intensiver Löscharbeiten sind die Einsatzkräfte nach wie vor gefordert. Aufgrund von Altmunition im Boden gestaltet sich die Bekämpfung schwierig. Rund 360 Feuerwehrleute und Bundeswehrsoldaten sind im Einsatz, insbesondere im östlichen Bereich des Parks, wo das Risiko durch Munition geringer ist.
Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat Bevölkerung und Urlauber aufgefordert, das Gebiet weiträumig zu meiden und den Einsatzkräften Wege freizuhalten. Die Evakuierung der Ortschaft Granzin, mit etwa 400 Einwohnern, konnte vorübergehend aufgehoben werden, die Notunterkunft bleibt jedoch einsatzbereit. Die Brandursache ist bislang ungeklärt, während in der Region rund 60.000 Hektar Wald als munitionsbelastet gelten, was zusätzliche Risiken mit sich bringt. Im Gebiet sind wiederholt Detonationen zu hören, was die Sicherheitslage weiter verschärft. Die Feuerwehr und die zuständigen Behörden erwarten einen langwierigen Einsatz, um das Feuer zu löschen und mögliche Gefahren für die Anwohner langfristig zu beseitigen.