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Klöckner & Co-Aktie springt deutlich: US-Konzern bietet Milliardenbetrag

Stahlhandel und Industrieanlagen im Zusammenhang mit der Übernahme von Klöckner & Co durch Worthington Steel
Worthington Steel bietet rund elf EUR je Aktie für Klöckner & Co. Großaktionär unterstützt die Offerte. Aktie reagiert mit Kurssprung.

KlöCo Aktie steigt nach Übernahmeangebot aus den USA
Die Aktie von Klöckner & Co hat am Freitag kräftig zugelegt. Auslöser ist ein konkretes Übernahmeangebot des US-Stahlkonzerns Worthington Steel. Die Amerikaner wollen den Düsseldorfer Stahlhändler mehrheitlich übernehmen und bieten rund elf EUR je Aktie. Damit liegt das Angebot deutlich über dem letzten Börsenkurs. Der Markt reagierte prompt. Zeitweise sprang die Aktie um rund ein Viertel nach oben. Wichtig für Anleger ist die Haltung des Großaktionärs. Unternehmer Friedhelm Loh unterstützt das Angebot und will seinen Anteil vollständig einbringen. Über seine Beteiligungsgesellschaft hält er gut 40 Prozent der Anteile. Worthington strebt mindestens 65 Prozent der Aktien an und peilt einen Abschluss in der zweiten Jahreshälfte an. Der Unternehmenswert inklusive Schulden wird auf gut zwei Milliarden US Dollar beziffert.

Klöckner & Co soll auch nach dem Zusammenschluss eigenständig bleiben. Der Firmensitz soll in Düsseldorf verbleiben. Worthington plant eine Rolle als strategischer Partner im Aufsichtsrat. Entlassungen oder Standortschließungen wurden ausdrücklich ausgeschlossen. Gleichzeitig prüft der US-Konzern nach der Übernahme weitere Schritte wie einen Beherrschungsvertrag oder einen möglichen Rückzug von der Börse. Bereits im Dezember hatten beide Seiten Gespräche bestätigt. Damals setzte eine erste Kursrally ein. Seitdem hatte sich der Aktienkurs bereits deutlich erholt. Das aktuelle Angebot legt nun noch einmal nach. Parallel kündigte Klöckner den Verkauf der Becker Gruppe an. Damit trennt sich der Konzern von einem europäischen Flachstahlgeschäft, um sich strategisch neu aufzustellen.

Fundamental blickt Klöckner vorsichtig optimistisch nach vorn. Nach einem schwierigen Jahr mit sinkenden Stahlpreisen rechnet das Management für 2025 mit höheren Umsätzen und einem klar verbesserten operativen Ergebnis. Die Übernahmefantasie gibt der Aktie nun zusätzlichen Rückenwind.

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